Ursprung Januar 2006

Hintergrundinfo
Der Kenner wird es es gleich erkannt haben, Diese 41er von Arnold hat nicht mehr viel gemeinsam mit dem Originalmodell . Ich habe nach einer Zeichnung versucht das Modell dem Original näher zu bringen. Das betrifft das Lokfahrgestell so wie den Tender.

Diese 41er bekam ich mal geschenkt weil der Eigentümer nichts mehr mit ihr anzufangen wußte da sie defekt war. Nun, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, und nahm mich ihrer an. Die Lok war in einem stark bespielten Zustand, hatte Farbabplatzer und die Motorkupplung zum Antrieb war ausgebrochen. Der Rauchgenerator war in Ordnung, und auch der allgemeine technische Zustand war gut. Ersatzteile waren nicht zu bekommen, den Grund kennt ja jeder. Da ich aber schon immer mit der 41er von Trix "geliebäugelt" hatte und die optische Erscheinung der Arnold gegenüber der Trix hinten an blieb, entschloss ich mich daran etwas zu ändern.   Der Umbau zog sich  über ein Jahr hin, so wie ich Lust, Zeit, oder Teile hatte. Ich besorgte mir dafür von www.dlok.de eine Originalzeichnung nach der ich mich orientieren wollte. Die verwendeten Teile stammen aus meinen Bastelkonvolut, ich aber zugeben muß das ich ab und zu nicht mehr weiß von welchen Hersteller sie sind, da sich einiges angesammelt hatte.


Erster Anlauf:
Die Spurkränze am Lokgestell wurden verkleinert. Das Heck des Tenders wurde mit einer Pufferbole aus meine Bastelkiste geändert. Die Kupplungsaufnahme vom Drehgestell entfernt. Filigrane Lampengehäuse aufgesetzt und das dritte Licht entfernt. Die Leitern wurden vorsichtig entfernt und durch freistehende ersetzt.

Der Arnoldmotor wurde gegen einen Faulhabermotor 1219 mit Schwungmasse ausgetauscht welcher in den Tender verlegt wurde, der mittels einer Kardanwelle die Antriebskraft in das Lokfahrgestell übertragen sollte . Diese Antriebsteile bezog ich auch aus meiner Bastelkiste , ich denke sie gehörten mal zu einer Rocolok.
Mit 2K-Kleber Stabillit von Pattex, der eine knetartige Substanz hat und dadurch gut zu formen ist, klebte ich den Motor auf das Tenderfahrgestell. Bei der Kardanwelle mußte ich die Köpfe abtrennen und mit einer Bohrung versehen. Diese steckte ich dann auf ein Messingstab mit der benötigten Länge. Den Lokdecoder
DX 74DV
(2 zusätzliche Funktionsausgänge) von Tran befestigte ich mit Doppelseitigen Klebeband auf dem Motor.

Die Verbindungen des Decoders wurden laut Anschschlußbeschreibung hergestellt. Das Licht wurde Standartgemäß angeschlossen (Weiß/Gelb). Und F1, einer der beiden Zusatzfunktionen, bekam der Rauchgenerator.


Aber VORSICHT, die Leiterbahnen auf der Lokplatine kreuzen sich zum Führerhaus hin, ist also im Tender seitenverkehrt. Das heißt der Rechte Anschluß der Stromaufnahme des Decoders muß auf der linken Seite, in Fahrtrichtung gesehen, angeschlossen werden.
Mein Konzept ging auf und ich bekam eine leise und ruhig fahrende Lok mit freier Durchsicht im Führerhaus. Und trotz verkleinerten Spurkränzen versuchte sie keine Ausreißer neben das Gleis.

Jetzt störte mich eigentlich nur noch, bis auf ein paar kleinigkeiten, der große Lok-Tenderabstand, das überdimensionale Gestänge, die schwache Beleuchtung und der klobige Nachläufer der gleichzeitig als Deichsel für den Tender genutzt wurde. Mit dem Tender selber war ich auch noch nicht ganz zufrieden, da war laut Zeichnung noch mehr zu machen. Aber sie lief jetzt anständig und ich ließ sie erstmal in Ruhe.


Zweiter Anlauf:
Durch Zufall befand sich kurz danach in einem Bastelkonvolut das ich ersteigerte ein komplettes Fahrgestell einer 41er von Minitrix. Hatte ich jetzt neue möglichkeiten für eine schicke 41er ?? Arnoldgehäuse mit Rauchgenerator auf Trixfahrgestell und Tenderantrieb?  
Aber ich konnte probieren und messen wie ich wollte, es passte einfach nicht zusammen wie es nach meiner Meinung auszusehen hatte. Technisch wäre das schon machbar gewesen, aber die Maßstabstreue beider Hersteller war einfach zu unterschiedlich.

Aber viele Wege führen nach Rom : Ich entschloß mich zu folgenden Versuch:
Die Treibräder der Trix wurden demontiert und bei der Arnold aufgezogen, das sah schon mal ganz gut aus. Dann habe ich festgestellt, das ich von dem Gestänge der Trix die Treib- und Steuerstange mit ein paar Modifikationen verwenden konnte. Die Kuppelstangen waren leider etwas zu kurz, der Lochabstand paßte nicht. Jetzt habe ich mittels blauen Gummischleifscheiben , Zubehör für Minibohrmaschinen, das noch zu verwendete Gestänge der Arnold vorsichtig auf ein erträgliches Maß abgeschliffen. Diese Schleifscheiben sind einfach genial für solche feinen Schleifarbeiten.
Beim Kreuzkopf habe ich die Plastikschubstange abgetrennt und durch eine Silberstahlstange ersetzt

Die Bolzenbohrungen der Trixräder, mit ausnahme der Vierkantaufnahme des Steuergestänges am dritten Treibrad, wurden etwas aufgebohrt damit Bolzen einer Arnold 18er passten. Jetzt wurden die kombinierten Teile montiert.
Ich war zufrieden und beschloß es dabei zu belassen und bescherte der vierten Treibachse ein paar Haftreifen
in dem ich vorsichtig eine Nut in die Laufflächen drehte.
Das untere Bild macht den Unterschied deutlich.

Die Laufeigenschaften der Lok wurden davon zwar nicht verbessert,was ja auch nicht nötig wäre, aber auch nicht verschlechtert. Optisch macht es aber viel mehr her, oder was meint ihr?