Original

Ich wurde jetzt schon ein paarmal gefragt wie ich denn die LED-Frontbeleuchtung einbaue und die Verbindung der Stromversorgung für die LED's der Triebwerksbeleuchtung herstelle um das Gehäuse ohne störende Kabelverbindungen abzunehmen, die man ansonsten immer ab und anlöten müßte. Hier ein paar Beispielbilder wie ich in diesem Fall vorgehe.

Modell 1:160 mit LED's

Einbau einer LED-Frontbeleuchtung am Beispiel einer Minitrix BR 41
Ledkabelbaum Löten.
Ich löte auf einer Glasplatte und doppelseitigen Klebeband. Damit kann ich mehrere Led so fixieren wie ich sie nachher einbauen will und zusammenlöten. Lackdraht in erhitzten Lötzinntropfen am Lötkolben zirka 1mm eintauchen solange bis die Isolierung weggeschmolzen ist, man sieht es daran wenn die Stelle Zinn angenommen hat. Je nach Lackdraht dauert es mehr oder weniger lang. Falls das nicht klappt mit Cuttermesser ein bischen abschaben, reicht einseitig, und dann verzinnen. Auf Plus und Minus bei der Reihenschaltung achten.

 

Aufbohren der Lampen
Vor dem Aufbohren der Lampen erstmal probieren ob die Led nicht schon leicht reingehen. Ansonsten Lampen mit ein bischen Sekundenkleber fixieren wenn es aufgesetzte Lampen sind, das mache ich von unten, dann vorsichtig von Hand aufbohren. Am besten in zwei Stufen, Vorbohrer und Fertigbohrer, bis der Bohrer in der Lampe ganz zu sehen ist, also oben anstößt. Die Fertigbohrerstärke ist variabel je nach Lok und Typ des Lampengehäuses. Die Materialstärke der Lampen ist in der Regel ausreichend, es ist noch nicht passiert das ich die Lampe so zu sagen abbohre um den geeigneten Lochdurchmesser zu erreichen. In diesem fall ist es ein Bohrer mit 1mm, zumindest bis der Ledkabelbaum leicht reinrutscht.

 

 

Led's einführen und ausrichten, richtigen Sitz kontrollieren, mit ein Tröpfchen Sekundenkleber von unten fixieren, den überschüssigen Lackdraht vorsichtig falten.

 

Jetzt sollte es von vorne so ausehen.

 

Und von unten so. Nach auffüllen mit Sek-Kleber und abdecken mit mattschwarzer Farbe damit das Licht nicht unten durchscheint. Die beiden flexiblen Bonzedraht sind in diesem fall meine Lösung für Kontakt zur Stromquelle, Ist natürlich bei jeder Lok anders, aber vom Prinzip her gleich. Mache ich aber nur bei Loks wo der Aufbau und Pufferbohle mit Lampen eins ist, wie zum beispiel hier an der BR41. Bei einer Pufferbohle mit Lampen am Fahrgestell schließe ich direkt an, z.b. bei einer BR39 von Fleischmann.

 

Auf dem Fahrgestell habe ich vorne erstmal mit Sekundenkleber eine Isolierschicht aufgetragen, darauf nach dem trocknen zwei Kontaktbleche mit Sekundenkleber befestigt.

 

Ein Kontaktblech bekommt vom Fahrgestell gleich den Plusstrom,das andere den Decoderanschluß. Es gehört ein Widerstand davor geschalten(mindestens 500Ohm) ,der steckt isoliert in der ehemaligen Birnenaufnahme, auf das Dimmen alleine verlaß ich mich nicht, schon alleine wegen der Stromspitzen beim einschalten der Beleuchtung.

 

Triebwerkbeleuchtung Anschluß herstellen
Auch hier ist das natürlich bei jeder Lok anders, aber auch vom Prinzip her immer gleich. Ein Stück Papier als Isolierung aufgeklebt, darauf kleine Kontaktbleche.

 

Die vom Umlauf kommenden Lackkabel der Triebwerksbeleuchtung werden auch mit flexiblen Bonzedraht versehen.

 

Auf richtige Polarität der Kontaktherstellung achten, hier mußte ich sie vertauschen.

 

Ein Kontaktblech bekommt vom Fahrgestell gleich den Plusstrom,das andere den Decoderanschluß für F1(Der schaltet auf Masse). Ich verwende hier nur rote und schwarze Litzen wegen der Optik zwischen Lok und Tender.

 

Tenderbeleuchtung mit Led
Im Tender beließ ich den Lichtleiter. Eine Led zwischen zwei 500ohm SMD-Widerstände gelötet, . Für denTender reicht das und ist noch Hell genug, zwar kein vergleich zu vorne, aber ausreichend.